Wenn Kinder trauern müssen

Kinder gehen ganz anders mit Verlust und Trauer um als Erwachsene. Sie sind direkter und unbefangener. Bei unseren Gesprächen mit den Angehörigen erfragen wir, ob es betroffene Kinder gibt. Wenn ja, ermutigen wir dazu, diese aktiv in die Trauerarbeit einzubeziehen und den Tod für sie damit begreiflich zu machen.

Wenn Kinder an diesem wichtigen Prozess nicht teilhaben dürfen, bleibt der Tod für sie abstrakt und geheimnisvoll. Manche Menschen wollen ihren Kindern den direkten Kontakt mit dem Verstorbenen nicht zumuten, aus Angst vor traumatischen Eindrücken.

Unsere Erfahrung zeigt hingegen, dass das Bild vom Verstorbenen sich einfügt in die Bilder vom Lebenden, dass es eines von vielen wird.

Stirbt ein Familienmitglied, ein Klassenkamerad oder gar die Freundin aus der Clique, können und sollen junge Trauernde in den Ablauf der Trauerfeier einbezogen werden. Vielleicht suchen sie passende Musik aus oder singen und musizieren selbst.

Rituale sind das Gegenstück von Verdrängung, und so ermutigen wir dazu, beispielsweise etwas Persönliches in den Sarg zu legen oder auch den Sarg selbst zu gestalten.

Wir sehen unsere Begleitung als wichtige Basis, damit  Kinder mit ihrer Trauer umgehen und irgendwann das Geschehene als Teil ihres Lebens annehmen können.

 

 

Wir empfehlen hierzu unser Buch:

„Wie Kinder trauern: Ein Buch zum Verstehen und Begleiten“

Unsere Trauerangebote

Die AETAS-Trauerangebote sollen dabei unterstützen, sich der eigenen Trauer zu stellen und den Verlust des geliebten Menschen als Teil der eigenen Biographie annehmen zu können.

Unsere Trauerangebote:

 






Mit unserem Wegbegleiter-Programm erhalten Sie einen kompletten Überblick über unsere Veranstaltungen.

Hier können Sie unser „Wegbegleiter-Programm“ als PDF downloaden.

Der Abschied –
Geschehenes begreifen

Mit unserer Arbeit schaffen wir den Angehörigen Freiräume, die diese aktiv nutzen können. Die Zeit zwischen Tod und Beisetzung ist so unendlich wichtig, um das Geschehene zu begreifen.

In Gesprächen überlegen wir gemeinsam, wie der Abschied aussehen könnte und bestärken dabei, eigene Ausdrucksformen der Trauer zu finden. Oft sind die Trauernden erstaunt, wie viel sie für den Toten noch tun können und dürfen.

Wir machen Mut, den persönlichen Abschied vom geliebten Menschen in der geschützten Atmosphäre des AETAS-Hauses zu begehen. Bei diesem Abschied können die Angehörigen ihren Verstorbenen ein letztes Mal sehen, spüren und damit seinen Tod begreifen.

Dies kann trotz des Schmerzes eine heilsame Erfahrung sein, die man sich von niemandem ausreden lassen sollte. Oft spüren die Menschen genau, was sie tun möchten. Vielleicht hören Sie aber den Ratschlag: „Behalte ihn lebendig in Erinnerung, erspare Dir den Anblick.“ Wir sagen denen, die wir begleiten: Nutzen und gestalten Sie die verbleibende gemeinsame Zeit! Einen lebendigen Menschen kann man nicht beerdigen, das Bild des Toten ist wichtig, um loslassen zu können und die Erinnerung an den lebenden Menschen zu bewahren.

 

Die Trauerfeier –
Das letzte Fest

Für die Trauerfeier ziehen Angehörige die harmonische Atmosphäre unseres Hauses oftmals den Aussegnungshallen der Friedhöfe vor. Unsere Trauerhalle ist hell mit großen Fenstern, die dennoch keinen Blick von außen zulassen.

Wir geben Zeit und Raum für die letzte Feier. Doch auch, wenn die Trauerfeier in der Aussegnungshalle eines Friedhofs stattfindet, gehen wir mit den Angehörigen, denn Trauerbegleitung endet für uns nicht vor dem Friedhofstor.

Würdevoll und individuell

Eine Besonderheit von AETAS ist, dass wir das Ausschmücken der Trauerhalle übernehmen und die ganze Zeit vor Ort sind. Wir haben die Angehörigen und den Verstorbenen in den vergangenen Tagen umsorgen dürfen, als letzte Handlung gestalten wir nun den Ort der Abschiedsfeier individuell mit Lieblingsblumen, Kerzen und Blütenblättern. Damit drücken wir auch aus, dass jeder Mensch, der in unserem Haus zu Gast war, für uns besonders ist.

Wir empfehlen hierzu unser Buch:

„Das letzte Fest“