Worte an die Nachwelt von Lars Huldén
Susanne Russek (Sprache) und Masako Ohta (Piano) widmen sich einem ganz besonderen Thema: Unseren letzten geschriebene Worten. Diese stammen aus der Feder des finnlandschwedischen Schriftstellers Lars Huldén, der eine große Zahl dieser fiktiven Inschriften geschrieben hat, mit Augenzwinkern, rätselhaft, versöhnlich, abgrundtief ehrlich, direkt, treffend, zum Nachdenken anregend, heiter, besinnlich, aber immer wohlwollend.
Da geht es um das Leben und was danach kommt. Es geht darum, wie viele Gespenster eigentlich unter den Lebenden weilen. Und es geht um die Liebe und ob man Spuren hinterlässt auf der Erde. Jede noch so kurze Inschrift erschafft ihre eigene Welt, sie wendet sich an uns, die wir noch vor dem Grabstein stehen.
Bei aller Heiterkeit und Leichtigkeit im Umgang mit diesem Thema wird dennoch nicht die Ernsthaftigkeit aus den Augen verloren. So auch bei der Musik. Bekanntes wechselt ab mit Ungewöhnlichem. Und die Farben der Musik ändern sich von der dunkelsten Finsternis in strahlenden Sonnenschein. Die beiden Künstlerinnen verstehen es auf wunderbare Weise, in den Dialog zu treten. Am Ende ist man sich einig: „Schön, dass wir leben!

Gebühr: 17,50 Euro

Leitung: Susanne Russek, Finnougristin, Linguistin, freie (Trauer-)Rednerin und Musikerin. Masako Ohta, Klangperformerin und Komponistin

Anmeldung: info@susanne-russek.de

Donnerstag, Mai 12, 2022
19:00 — 20:30 (1h 30′)

AETAS Lebens- und Trauerkultur

info@aetas.de