Der Abschied –
Geschehenes begreifen

Mit unserer Arbeit schaffen wir den Angehörigen Freiräume, die diese aktiv nutzen können. Die Zeit zwischen Tod und Beisetzung ist so unendlich wichtig, um das Geschehene zu begreifen.

In Gesprächen überlegen wir gemeinsam, wie der Abschied aussehen könnte und bestärken dabei, eigene Ausdrucksformen der Trauer zu finden. Oft sind die Trauernden erstaunt, wie viel sie für den Toten noch tun können und dürfen.

Wir machen Mut, den persönlichen Abschied vom geliebten Menschen in der geschützten Atmosphäre des AETAS-Hauses zu begehen. Bei diesem Abschied können die Angehörigen ihren Verstorbenen ein letztes Mal sehen, spüren und damit seinen Tod begreifen.

Dies kann trotz des Schmerzes eine heilsame Erfahrung sein, die man sich von niemandem ausreden lassen sollte. Oft spüren die Menschen genau, was sie tun möchten. Vielleicht hören Sie aber den Ratschlag: „Behalte ihn lebendig in Erinnerung, erspare Dir den Anblick.“ Wir sagen denen, die wir begleiten: Nutzen und gestalten Sie die verbleibende gemeinsame Zeit! Einen lebendigen Menschen kann man nicht beerdigen, das Bild des Toten ist wichtig, um loslassen zu können und die Erinnerung an den lebenden Menschen zu bewahren.