Totenversorgung

Den Tod mit allen Sinnen begreifen

Totenversorgung

Ein verstorbener Mensch, der uns anvertraut wird, ist Gast in unserem Haus. Wir sorgen für ihn und umsorgen ihn.

Jede*r Tote wird in unserem Haus versorgt. Dazu gehört das Waschen, Frisieren und Anziehen des*der Verstorbenen. Sie als Angehörige können dieses Ritual bei uns auch selbst vollziehen. Sie können Ihren verstorbenen Menschen selbst waschen, eincremen und ihm vertraute Kleidung anziehen. Wir sind die ganze Zeit dabei und unterstützen Sie. Bei dieser letzten rituellen Waschung können Sie Ihrer*m Verstorbenen noch einmal ganz nah sein. Die verstorbene Person geht gut versorgt auf ihre letzte Reise.

Es ist uns wichtig, auch in schwierigen Fällen gut für die Toten zu sorgen – als Mensch und nicht als Leichnam.

Nach Unfällen, Suiziden oder Gewalttaten reicht die herkömmliche Versorgung der Toten oft nicht aus. Verstorbene schwer verletzt oder entstellt zu sehen, kann verstörend sein. Ebenso belastend ist es jedoch, sich die Verletzungen auszumalen und ein Leben lang selbst geschaffene Bilder mit sich herumzutragen. Deswegen setzen wir alles daran, gerade auch in schwierigen Fällen einen Abschied am offenen Sarg möglich zu machen. Selbst nach schweren Verletzungen können wir die Verstorbenen so versorgen, dass wir fast immer einen Abschied am offenen Sarg anbieten können. Sie als Angehörige nehmen auf diese Weise ein versöhnliches Bild mit in den Trauerprozess.

„Liebes AETAS-Team …“

„Es ist für Hinterbliebene sehr tröstlich zu wissen, dass es Menschen gibt, die den Tod und den Umgang damit so offen und natürlich leben, wie Sie.“

„Sie haben es ganz toll verstanden, uns in den schweren Stunden den zu gehenden Weg aufzuzeigen. Nicht zu vergessen der zweistündige, sehr persönliche Abschied von meiner geliebten Frau, den Sie uns, in dieser intensiven Form, ermöglicht haben.“

„Die Freundlichkeit, Offenheit und die Möglichkeit einen Abschied so zu ermöglichen, wie man es sich wünscht, ist immer noch sehr, sehr selten. So war es auch etwas leichter,  Abschied zu nehmen.“

Häufig gestellte Fragen

Ja. Bei AETAS können Angehörige ihren Verstorbenen selbst waschen, eincremen und ihm vertraute Kleidung anziehen. Unser Team begleitet Sie während dieser Zeit und unterstützt bei diesem rituellen Akt. Diese letzte Waschung ermöglicht körperliche Nähe, die viele Hinterbliebene als tiefgreifend und hilfreich für den Trauerprozess erleben. Bei Bedarf übernehmen wir die Versorgung auch vollständig.

Ja, in fast allen Fällen. Bei AETAS setzen wir alles daran, auch nach schweren Verletzungen, Unfällen, Suiziden oder Gewalttaten einen Abschied am offenen Sarg zu ermöglichen. Wir versorgen Verstorbene so, dass Angehörige ein versöhnliches Bild mitnehmen können. Selbst erdachte Vorstellungen von Verletzungen sind oft belastender als der reale, behutsam vorbereitete Anblick.

Nein. Ein „Leichengift“ existiert nicht. Wenn keine schweren infektiösen Erkrankungen vorliegen, können Sie Ihren Angehörigen bei AETAS bedenkenlos anfassen, waschen, ankleiden und bewegen. Diese Vorstellung stammt aus Zeiten vor moderner Hygiene und hält sich hartnäckig als Mythos. Bei spezifischen Erkrankungen klären wir Sie vorab über notwendige Schutzmaßnahmen auf.

Sie können die Kleidung auswählen, die Ihrem Angehörigen besonders entsprach: beispielsweise ein Lieblingshemd, einen Anzug, ein Dirndl, einen Pullover oder andere vertraute Kleidungsstücke. Auch Unterwäsche und Socken können mitgebracht werden. Bei einer Feuerbestattung empfehlen sich möglichst natürliche Materialien.

Berührungsängste sind völlig normal. Wir begleiten Sie behutsam und helfen dabei, Unsicherheiten abzubauen. Viele Angehörige beginnen damit, die Hand ihres Verstorbenen zu halten oder das Gesicht zu berühren. Oft entsteht daraus ein sehr wertvoller und tröstlicher Moment des Abschieds. Sie entscheiden jederzeit selbst, was sich für Sie richtig anfühlt.

Gut zu wissen – Die Legende vom „Leichengift“

Immer wieder hören wir von Angehörigen, dass sie sich nicht trauen, Verstorbene zu berühren – wegen des „Leichengifts“.
Ein solches Gift gibt es nicht. Wenn keine ernsthaften, infektiösen Erkrankungen vorliegen,
können Sie Ihre*n verstorbene*n Angehörige*n anfassen, waschen, anziehen und bewegen.