TV Bayern Live – Sendung zum Thema Tod

Was hilft, wenn ein geliebter Mensch plötzlich stirbt? Was hat der Tod des eigenen Sohnes mit Nicole Rinder gemacht? Diese und weitere Fragen stellte Moderator Philipp Bächstädt Nicole Rinder in der einstündigen Sendung TV Bayern Live vom 3. März 2018, die sich ganz dem Thema Tod widmete.

Sendung in der Mediathek von TV Bayern ansehen (Interviews mit Nicole Rinder ab Min. 17:35  und 22:34)

Bayerisches Fernsehen – „Stationen“

Vier Wochen vor der Geburt erfährt Nicole Rinder, dass ihr Sohn sterben wird. Vier Tage nach der Geburt stirbt ihr einziges Kind. In der BR-Sendung „Stationen“ spricht Nicole Rinder über die tröstende Erfahrung, ihren toten Sohn anzukleiden und einzubetten und sich von ihm zu verabschieden. Sie berichtet über ihren Weg von der Arzthelferin zur Bestatterin.

Die BR-Sendung „Stationen“ fragt, wie Menschen denken und glauben und will den Zuschauern ermöglichen, Religion zu erleben und ihre eigene Orientierung in einer komplizierten Welt zu finden. Für das „Stationen“-Thema „Zwischen Trauma und Trauer – Vom Leben mit dem Tod“ machte sich Moderatorin Irene Esmann auf die Suche nach Möglichkeiten, Traumata zu überwinden und Trauer zu bewältigen – und fand Antworten auch bei Nicole Rinder.

Sendung in der BR-Mediathek ansehen (Beitrag über Nicole Rinder ab 9:35 Min)

Geschützt: Herzen

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Neuerscheinung –
Wie Kinder trauern

„Wie Kinder trauern – Ein Buch zum Verstehen und Begleiten“

Wenn Kinder trauern, wenn sie Fragen zu Tod und Sterben haben, brauchen sie Halt und Orientierung. Das Buch „Wie Kinder trauern“ will Eltern und anderen Bezugspersonen helfen, Kindern in Zeiten der Trauer beizustehen.

„Sterben mitzuerleben hat das Potenzial, Kinder krank zu machen“, sagt Tita Kern, fachliche Leiterin der AETAS Kinderstiftung und eine der Autorinnen des Buches. Als Psychotraumatologin weiß sie, wann die Grenze zwischen Trauer und Trauma überschritten ist. Sie hat Hunderte Kinder nach traumatischen Verlusten begleitet und kennt die vielen Facetten der Kindertrauer: die Fragen, das Schweigen, die Wut, Appetitlosigkeit, Rückzug. Sie kennt aber auch die erdrückende Last, mit der Erwachsene leben, wenn sie selbst trauern und zugleich eine Stütze sein wollen.

Nicole Rinder und Florian Rauch leiten gemeinsam das Bestattungsinstitut AETAS Lebens- und Trauerkultur und die AETAS Kinderstiftung. Seit dem Jahr 2000 begleiten sie trauernde Menschen; dabei lag ein Schwerpunkt ihrer Arbeit immer auf betroffenen Kindern. In ihrer Tätigkeit erleben sie Kinder vor allem in der Zeit vom Tod bis zur Bestattung. Aus ihrer langjährigen Erfahrung wissen sie, wie entscheidend diese Zeitspanne für den weiteren Verlauf der Trauer ist.

Damit Kinder ihre Trauer in einem verständnisvollen, schützenden Umfeld leben können, müssen Erwachsene zunächst einmal  verstehen, wie Kinder Trauer erleben. Dies wird nicht nur abstrakt erklärt, sondern in Zitaten und selbstgemalten Zeichnungen kommen die Kinder selbst zu Wort. Zum anderen stehen Erwachsene vor der Herausforderung, selbst zu trauern und zugleich Halt bieten zu wollen. Auch ihnen widmen sich die Autoren mit Verständnis und Mitgefühl. Sie bieten Erklärungen und Rat für Erwachsene ohne erhobenen Zeigefinger. Sie wollen ihnen helfen, selbst Trauer zuzulassen, Kraft zu finden und Angst abzubauen. Für die Gespräche mit Kindern finden sich im Buch ganz konkrete Hilfestellungen mit Formulierungsvorschlägen.

Das Buch will Mut machen, den Weg der Trauer gemeinsam mit den Kindern in Offenheit zu gehen, auch wenn er schwer sein mag. Ziel ist es nicht, die Trauer schnellstmöglich zu beenden. Vielmehr geht es den Autoren darum zu zeigen, wie Gefühle der Trauer in das Leben integriert werden können und wie es möglich ist, damit gut weiterzuleben.

Tita Kern, Nicole Rinder, Florian Rauch

Wie Kinder trauern
Ein Buch zum Verstehen und Begleiten

192 Seiten, Klappenbroschur
17,99 € [D] | 18,50 € [A] | 24,50 CHF
Kösel-Verlag 2017 | ISBN: 978-3-466-37174-7

Hier erhältlich: „Wie Kinder trauern“

 

AETAS – Unsere Bücher

Das letzte Fest

Wenn wir begreifen, dass Sterben, Tod und Trauern ebenso zum natürlichen Lebensbogen jedes Menschen gehören wie die Freude über Liebe, Heirat und Geburt, kann eine neue Form der Trauerkultur entstehen, wie wir sie bei AETAS pflegen.

In unserem Ratgeber bieten wir ganzheitliche und überkonfessionelle Ansätze, um die Zeit des Abschieds individuell und würdevoll zu gestalten. Einfühlsam wenden wir uns dabei gleichermaßen an Angehörige, Trauerbegleiter und an Menschen, deren Tod bevorsteht und die ihr „letztes Fest“ aktiv mitgestalten möchten.

Hier erhältlich: „Das letzte Fest“

Damit aus Trauma Trauer wird

Von jedem Suizid sind durchschnittlich fünf bis acht Personen unmittelbar betroffen. Die Hinterbliebenen stehen vor einer der größten Herausforderungen ihres Lebens. Sie kämpfen nicht nur mit dem Schmerz des Verlustes, sondern auch mit der Frage nach dem Warum, mit einem Gefühlswirrwarr aus Schuld, Verzweiflung und Wut.

Wir möchten dem Tabuthema Suizid offen begegnen und den Hinterbliebenen eine Stimme geben. Viele Fallbeispiele aus unserer täglichen Praxis zeigen Betroffenen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein sind.

Unser Buch richtet sich an die, die weiterleben müssen mit einem Suizid.
Denn wir Menschen verfügen auch über riesige Kräfte, um mit dem Erlebten umzugehen. Wir wollen Angehörigen helfen, ihren Weg der Trauer und schließlich auch der Versöhnung zu finden.

Das Buch bietet auch zahlreiche heilsame Übungen für Angehörige und Nahestehende, aber auch für Trauerbegleiter. Zudem liegt ein eigener Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern, die Traumatisches erlebt haben.

Hier erhältlich: „Damit aus Trauma Trauer wird“

Wie Kinder trauern

Das Buch will Mut machen, den Weg der Trauer gemeinsam mit den Kindern in Offenheit zu gehen, auch wenn er schwer sein mag. Ziel ist es nicht, die Trauer schnellstmöglich zu beenden. Vielmehr geht es den Autoren darum zu zeigen, wie Gefühle der Trauer in das Leben integriert werden können und wie es möglich ist, damit gut weiterzuleben.

Hier erhältlich: „Wie Kinder trauern“

Der Tod bringt mich nicht um
Warum ich Bestatterin geworden bin

In „Der Tod bringt mich nicht um“ erzählt Nicole Rinder, wie sie diesen Weg gegangen ist, und gibt einen Einblick in den Alltag einer Bestatterin. Dabei verbindet sie die Erfahrungen der persönlich Betroffenen mit der professionellen Perspektive der Trauerbegleiterin. Ihr Weg zeigt, dass es möglich ist, das Leben nach einem schmerzlichen Verlust nicht nur auszuhalten, sondern dem eigenen Leben eine neue und gute Richtung zu geben.

Hier erhältlich: „Der Tod bringt mich nicht um“

AETAS bedeutet „Lebenszeit“ und „Zeitspanne des Lebens“

Unsere Philosophie

AETAS Lebens-und Trauerkultur gibt Raum für eine neue und moderne Kultur des Trauerns, die ihre Wurzeln in bewährten Traditionen hat. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz ermöglicht AETAS ein individuelles Abschiednehmen, das so als natürlicher Bestandteil der Gesellschaft wieder seinen Platz erhält.

Wir bieten Menschen Raum und Zeit zum Trauern und Abschied nehmen, zum bewussten Leben, für das seelische Wohlbefinden, zur Bildung und Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, für die intensive Begleitung der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, den Kindern.

Die jahrelange Erfahrung, wie wertvoll die Zeit zwischen Tod und Beisetzung ist, prägt und trägt die Arbeit von AETAS Lebens- und Trauerkultur. Und sie hat gezeigt, wie notwendig die aktive Gestaltung dieses Zeitraums für die individuellen Bedürfnisse der Zurückgebliebenen ist.

Ziel unserer Arbeit ist es, dass Betroffene mit dem Verlust gut weiter leben können und nicht daran zerbrechen. Wir geben Impulse, um aus dem passiven Erleiden in eine aktive und gestaltete Trauer zu kommen, die es möglich macht, einen ganz individuellen Weg des Abschieds zu gehen.


Thierry Bagnara

Thierry Bagnara kommt aus der Schweiz und lernte dort Kellermeister, um alles über die Zubereitung von Wein zu erfahren. Nach einigen Jahren in diesem Beruf zog es ihn aus der Heimat fort.  Um die Welt kennenzulernen und Sprachen zu lernen, arbeitete er zunächst einige Zeit in Australien, dann in Deutschland. Er merkte immer mehr, dass er eine Arbeit mit mehr Sinn braucht. Durch Medien und Bekannte wurde er immer wieder auf den Beruf des Bestatters gestoßen. Er hörte von AETAS und informierte sich, die Philosophie sprach ihn sofort an. Nachdem seine Sprachkenntnisse besser wurden, bewarb er sich und ist seit 2014 Teil des Teams.

„Ich habe die richtige Entscheidung getroffen und bin jetzt sehr zufrieden mit meiner Arbeit. Mein Bestes zu geben, um den Angehörigen bei der Abholung, dem Abschied und der Trauerfeier zur Seite zu stehen und die Wünsche umzusetzen, ist ein gutes Gefühl.“

„Mit einem Licht in die dunkle Jahreszeit“

lichterfest_beitrag

Die fallenden Blätter und das goldene Licht zeigen es uns ganz deutlich:

Ein Jahr ist um, nicht mehr lang und der Winter steht vor unserer Tür.

Deshalb laden wir jedes Jahr, ob groß, klein und mittel, zu unserem Lichterfest ein!

Auch in diesem Jahr hörten wir wieder davon, was es braucht, um gut durch die dunkle Jahreszeit zu kommen.

Bevor jeder sein selbstgebasteltes Licht nachhause tragen konnte, gab es Zeit für Gespräche, Zusammenkommen und für unser Jahresritual: Lichter anzünden für das sich verabschiedende Jahr, für eine Erinnerung, eine Hoffnung oder für einen anderen Menschen.